Die Gesundheit unserer Hunde

angeborene oder ererbte Krankheiten oder Mißbildungen

Augenkrankheiten
PPM
PRA
CEA


Bindehautentzündung
Gelegentlich ist eine Sekretion aus den noch ungeöffneten Augen zu bemerken. Diese Erkrankung wird durch eine Infektion unter den Augenlidern verursacht und eine Behandlung ist schwierig, bis sich die Augen öffnen. Dann führt das Baden der Augen zur Heilung.
© Frank Jackson, Hunde züchten, ein praktischer Ratgeber

Vor dieser leichtfertigen Ansicht kann ich aus eigener negativer Erfahrung nur warnen !!!
In einem solchen Fall ist größte Eile geboten, um bleibende Schäden zu vermeiden und ich rate jedem Züchter schnellstens einen Facharzt der Augenheilkunde aufzusuchen.
Fachärzte finden Sie beim Dortmunder Kreis http://www.dok-vet.de
Wird die rechtzeitige Behandlung versäumt, kann es ursächlich für die nachstehende Erkrankung sein und zur völligen Erblindung führen.

Persistierende Pupillarmembranen (PPM)
Beschreibung ~ weiterführende Links ~ Symptome und Diagnose ~ Behandlung

Im Embryonal-Stadium des Hundes sind Gefäße mit der Hornhaut verbunden, die zur Versorgung während der Entwicklung dienen. Normalerweise lösen sich diese Gefäße zum Zeipunkt der Geburt und bilden sich zurück.

Wenn diese Gefäße nicht zurückgebildet werden, sondern an der Hornhaut haften bleiben, verursachen diese eine ständige Reizung der Hornhaut und nachfolgend Hornhauttrübung,
die aber erst nach Öffnen der Augen erkennbar wird. Die Trübung kann punktförmig klein sein, was den Hund nicht beeinträgtig und mit bloßem Auge kaum zu erkennen ist. Im schlimmsten Fall kann jedoch eine totale Hornhauttrübung eintreten, so daß der Hund mit dem betroffenen Auge praktisch nichts sehen kann.

Als Ursache wird eine Infektion intrauteri oder während der Geburt vermutet und der Defekt ist angeboren. Eine erbliche Veranlagung ist nicht auszuschliessen.


weiterführende Links
Bei Basenjis ist dieser Defekt als Erbkrankheit bekannt, mehr Info unter:
http://www.basenji.de/deutsch/gesund/erbkrank/ppm.htm
Textauszug:
PPM von der Regenbogenhaut zur Hornhaut führt ebenfalls zur Trübung der Hornhaut, da auch hier durch die Reizung der innere Teil der Hornhaut durch die Zugkräfte der Fäden beschädigt werden kann. Diese Trübungen können klein bleiben oder sich abhängig von der Zusammensetzung des aus dem Blut gefilterten Kammerwassers verschlimmern. Von einer Vielzahl solcher Fäden besonders hart betroffene Welpen können blind sein. Dieser Zustand kann sich bessern wenn sie älter werden, jedoch wird PPM nie vollständig zurückgehen
more info at CERF: http://www.vmdb.org/dx1.html or at http://www.eyevet.info/ppm.html
http://www.upei.ca/~cidd/Diseases/ocular%20disorders/persistent%20pupillary%20membrane.htm
How are persistent pupillary membranes treated?
There is no treatment for the membranes themselves and in most cases there are no associated problems. If there is significant edema or "bluing" of the cornea due to adhesions, hyperosmotic eyedrops may help. Surgery may be required if there are extensive cataracts.


Symptome und Diagnose

Der Welpe hat im Alter von 3 - 5 Tagen eine starke Bindehautentzündung ein- oder beidseitig die theoretisch auch durch Verletzung mit den nadelspitzen Krallen eines anderen Welpen verursacht sein könnte. Da der Augenspalt zu diesem Zeitpunkt noch fest verschlossen ist, fällt beim täglichen Wiegen und kontrollieren des Welpen auf, daß die Mutterhündin ständig das Auge leckt und dieses verdickt ist. Eiter muß nicht zu sehen sein. Diese Symptome können dann wieder abklingen.

Zum Zeitpunkt des Augen-Öffnens ist das betroffene Auge nach dem Schlaf verklebt, aber nicht unbedingt eitrig. Durch vorsichtiges Einweichen mit einer feuchten körperwarmen Auflage läßt sich die Verklebung lösen und das vollständige Öffnen der Augenlieder vollzieht sich normal innerhalb von 2 - 3 Tagen, die Verklebungen verschwinden.

Die Augen des Welpen sehen zunächst bläulich trüb aus und beginnen nach und nach aufzuklaren (die tatsächliche Augenfarbe der Iris erscheint erst viel später). Nach einigen Tagen fällt auf, daß das betroffene Auge nicht aufklart.

Sofern es sich nur um eine punktförmige Trübung handelt, würde es zu diesem Zeitpunkt vermutlich nicht auffallen. Es kann jedoch auch das ganze Auge betroffen sein, so daß der Welpe mit diesem Auge nichts sehen kann und praktisch blind ist.

Es können einzelne oder mehrere Welpen aus einem Wurf betroffen sein.

Für eine gesicherte Diagnose sollte in jedem Fall ein Facharzt aufgesucht werden, der über entsprechene Erfahrung und die erforderlichen Untersuchungsmöglichkeiten verfügt. (DOK)


Behandlung
In dem Fall meines Welpen stellte der behandelnde Allgemeintierarzt in einer Tierklinik nach Augenschein eine Diagnose (Herpes) auf, die sich später eindeutig als falsch erwies, und behandelte den 3wöchigen Welpen mit Antibiotika, es trat aber keine Besserung ein

Erst der Besuch bei einer Augen-Fachärztin mit dem mittlerweile 5 Wochen alten Welpen brachte Klarheit. Die nachfolgende Behandlung mit Augentropfen (Atropin) über ein halbes Jahr sollte eine Spannung erzeugen, um die fehlerhaften Gefäße zum abreißen zu bringen. Bereits nach wenigen Tagen begann sich eine Besserung abzuzeichnen.

Hier und auch an anderer Stelle erging der Hinweis, daß bei rechtzeitiger Behandlung der Frühinfektion die Schäden verhindert oder minimiert werden können. (Hier war es zu spät !)

Eine vollständige Heilung konnte nicht erzielt werden, jedoch ging die anfängliche totale Hornhauttrübung des betroffenen Auges etwa um die Hälfte zurück. Der Hund kann mit dem Auge normal sehen, da sonst keine weitere Schädigung vorliegt. Lediglich das Gesichtsfeld ist durch die verbleibende Trübung eingeschränkt.

Unter Umständen besteht die Möglichkeit, wenn der Hund ausgewachsen ist, operativ die restliche Schädigung zu beheben.

Da jede Operation ein Risiko bedeutet, habe ich in diesem Fall darauf verzichtet, da der Hund bei seiner Verwendung als Jagdhund und als Familienhund nicht wesentlich beeinträchtigt ist und sich völlig normal auch in unbekanntem Gelände bewegt.



Progressive Retina Atropie (PRA)
 
 


Collie Eye Anomalie (CEA)
 
 


 
 
 


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